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2’521m und 705 Höhenmeter lang Skifahren wie die Profis!

  • Fabienne Güntert
  • 18. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Anfangs Dezember in St. Moritz, auf der 

Corvigia-Strecke durfte Nevio als Vorfahrer

agieren.  Nevio teilt sein Erlebtes mit uns,

in einem Tagebuch-Bericht. 



Ein Zielraum voller jubelnder Fans und brennende Beine beim Überqueren der Ziellinie, einmal das Erleben, was die besten Skifahrer:innen der Welt erleben.  


 

Dienstag, 9. Dezember, Testfahrt

Um 10 Uhr konnten wir die Abfahrtsstrecke zum ersten Mal besicht

igen und um 12 Uhr durfte dann die erste Testfahrt gemacht werden. Das Spezielle an der ganzen Situation war, dass die Weltcup-Fahrerinnen noch nicht auf die Piste durften, weil es noch kein offizielles Abfahrtstraining gab. 

 

Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Dezember, Abfahrtstrainings 

Wir Vorfahrer sind dafür zuständig, die Strecke zu testen. Am Mittwoch und am Donnerstag durften wir vor dem offiziellen Training auf die Strecke, um auszutesten, ob die Tore erreichbar gesteckt sind, die Linien passend gezogen sind und ob die Sprünge aufgehen. Die ersten beiden Vorfahrer gehen nochmals an den Start, damit im Falle eines Sturzes, die Strecke nochmals getestet werden kann, bevor sie wieder für die Athletinnen freigegeben wird. 

 

Freitag, 12. Dezember, 1. Abfahrt

Um 7 Uhr mussten wir auf die erste Bahn zum Start der Rennstrecke. Unser Auftrag war es, die Besichtigung der Rennstrecke vor dem Eintreffen der Athletinnen gemacht zu haben. Nach der Besichtigung konnten wir noch Einfahren, bevor wir 10 Minuten vor dem Rennstart auf die Strecke durften. Ich durfte als 2. Vorfahrer starten, was für eine Ehre. Oder doch eher ein Stress? Denn als ich unten ankam, musste ich direkt wieder hochfahren, um sicherzustellen, dass wieder ein Vorfahrer oben ist. Zum Glück gab es aber keinen Rennunterbruch und ich konnte etwas durchatmen.  

 

Samstag ,13. Dezember , 2. Abfahrt

Da an den Renntagen nur vier Vorfahrer fahren dürfen, und wir zu sechst da waren, hatte ich heute einen «Pausentag», an welchem ich einmal zuschauen durfte. Ganz langweilig ist mir dabei nicht geworden, ich habe nämlich noch ein SL-Training absolviert an diesem Tag. 

 

Sonntag, 14. Dezember, Super-G

Um 7:00 gings los mit der Bahn und um 8:00 Uhr war die Besichtigung. Das war etwas neu, denn bei einem Super-G-Rennen gibt es kein Training und somit konnten wir die Strecke zuvor nicht befahren. Um 11:35 konnten wir dann richtig losfahren. 

Der Rominger Sprung ging zu weit und musste abgetragen werden.

Weil ich nach meiner Vorfahrt als Erster wieder oben war, musste ich nach nur 25 Minuten den Sprung nochmal testen, ob er nicht zu weit geht. Ich habe die Fahrt mit ein paar Schrecksekunden überstanden und wurde von den meisten Fernsehsendern gezeigt. Zum Glück ist er  danach besser aufgegangen! 


 


Es war ein unglaubliches Gefühl, diese Verantwortung zu tragen und vor den Augen der ganzen Skiwelt unterwegs zu sein. Als ich unten ankam, war ich erleichtert und auch ein wenig überwältigt, dass mich dabei die meisten Fernsehsender gezeigt haben, machte diesen Moment noch spezieller. 


Dieses Wochenende hat mir einmal mehr gezeigt, warum Skifahren der beste Sport der Welt ist. 

 
 
 

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