Stefan Rogentin – der Traum eines seriösen Schaffers

11. November 2016

Eine sehr erfreuliche Info über unser Club Mitglied.  Das Original Video und Interview findet ihr auf unten stehendem Link.

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Der SCLV gratuliert Stefan und wir wünschen ihm viel Erfolg für die kommende Saison.

peg. Premiere für Stefan Rogentin. Der 22-jährige Bündner reist mit dem Schweizer Speed-Team in die USA (skionline.ch berichtete). Dass er dort nicht nur trainieren will versteht sich von selbst.

Ein Träumer ist Stefan Rogentin nicht. Viel mehr gehört das 22 Jahre alte Mitglied des Skiclubs Lenzerheide-Valbella in die Kategorie der seriösen Schaffer und Arbeiter, die engagiert ein Ziel verfolgen. Und doch geht für den Speed-Fahrer am Freitag ein Traum in Erfüllung: Gemeinsam mit Beat Feuz, Weltmeister Patrick Küng, Olympiasieger Sandro Viletta und Co. wird der Bündner in den US-Bundesstaat Colorado fliegen und sich dort mit den Trägern dieser klingenden Namen auf die ersten Weltcup-Speed-Rennen von Lake Louise und Beaver Creek vorbereiten. Zum ersten Mal USA , zum ersten Mal Kanada, zum ersten Mal Weltcup-Luft – auf Stefan Rogentin warten Tage mit besonderen Erlebnissen.

„Natürlich war ich stolz und sehr zufrieden“, umschreibt der Bündner jenen Moment am Morgen des 31. Oktober, als Cheftrainer Thomas Stauffer ihn darüber informiert hat, dass er gemeinsam mit Niels Hintermann im Aufgebot für die Nordamerika-Reise stehe. „Das ist für mich etwas Grosses, dass ich mit der Weltcup-Gruppe mit darf. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung machen kann.“

Die Nomination für das Team ist durchaus eine Auszeichnung. Eine, die sich Stefan Rogentin dank seinen in den Trainings von Saas Fee, Sölden und im Pitztal abgelieferten Leistungen verdient hat. Aber jetzt auf dem Erreichten ausruhen und in den USA und Kanada einfach nur dabei sein gehört nicht zu Rogentins Absichten für den Übersee-Trip. „Ich will mich in den Trainings gut präsentieren und ich will mich für einen Startplatz aufdrängen.“ Keine leichte Aufgabe. Denn letztlich einen der neun Swiss Ski zur Verfügung stehenden Startplätze zu bekommen dürfte – sollte man die gesundheitlichen Probleme bei Sandro Viletta oder Mauro Caviezel in den Griff bekommen – schwer werden. Das weiss Rogentin auch. „Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann. Und das ist meine eigene Leistung.“
Mit dem Aufgebot für die Tage in Übersee ist der Bündner seinem erklärten Saisonziel einen Schritt näher gekommen. Bereits im Sommertraining in Magglingen hatte Rogentin betont, dass er im Winter 2016/17 sein erstes Weltcup-Rennen fahren möchte (vgl. Video-Interview). „Dieses Ziel hat sich nicht geändert, aber ich bin ihm etwas näher gekommen. Weiters will ich meine Punkte verbessern und das geht via Europacup.“ Und dort ist es dem 22-Jährigen im Vorjahr bestens gelaufen. Vor allem in den Rennen nach dem Jahreswechsel sammelte er gute Punkte und wurde so in der Disziplin Abfahrt als Achter hinter Urs Kryenbühl (4.) zweitbester Schweizer im kontinentalen Dauerwettbewerb. Darum gehört neben dem Weltcup-Debut auch Fuss fassen im Europacup zu den erklärten Zielen Rogentins. Deshalb wird es nach den Rennen in den USA und Kanada für ihn im Programm mit den Europacup-Rennen von Hafjell (10./11. Dezember) weiter gehen.

Zuerst aber steht am Donnerstag das Packen der Koffer für die Reise nach Colorado an. Langer Flug, Zeitumstellung, andere Schneebeschaffenheit – alles keine Gründe, um Rogentins Vorfreude zum schmälern. „Ich bin gespannt, sicher. Bisher habe ich FIS- und Europacup-Rennen fahren können, der Weltcup-Betrieb ist eine bis zwei Nummern grösser. Aber ich bin optimistisch, dass ich das alles gut überstehen werde. Und was den Schnee betrifft: es werden alle Athleten auf dieser Unterlage fahren müssen.“ Und wer möchte es ihm verwehren, wenn sich irgendwann in den nächsten Nächten – Realist und Arbeiter hin oder her – im Traum Stefan Rogentin im Kampf gegen Kjetil Jansrud, Peter Fill oder Beat Feuz von seiner besten Seite zeigt.

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