Sandro Simonet in Punkterängen bei Weltcup Premiere

13. November 2016

Wir gratulieren Sandro zu diesem tollen Erfolg in Levi bei seiner Weltcup Premiere. Weiterhin viel Erfolg für die laufende Skisaison.

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peg. Das war eine coole Vorstellung, denn Nervosität ist seine Sache nicht. Der 21-Jährige Sandro Simonet fährt bei seiner Weltcup-Premiere in Levi sogleich in die Punkteränge.

Dritter Auftritt von Sandro Simonet in Levi. Nach zwei Europacup-Rennen im Jahr 2014 war es am 13. November 2016 aber soweit: die Premiere im Weltcup stand an. Und der 21 Jahre alte Bündner sicherte sich bei seinem Debut auf höchster Stufe sogleich Punkte. An Position 25 lag Simonet nach dem 1. Lauf. Er, der mit Startnummer 65 ins Rennen gegangen war, hatte sich für den Final der schnellsten 30 qualifiziert. Nur Kristoffer Jakobsen trug im Teilnehmerfeld des 2. Laufes eine noch höhere Nummer – der Schwede war als 66. unmittelbar hinter Simonet gestartet. In der Endabrechnung sollte es der 27. Rang für den Bündner werden. Ein Saisonstart nach Mass. Ein Saisonstart aber auch, der jetzt nicht alles auf den Kopf stellen wird. “Mein Ziel hat sich nach dem ersten Weltcup-Rennen nicht verschoben. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Europacup. Dort will ich mich mit guten Leistungen und Resultaten etablieren und die Startnummer verbessern”, sagte der Mann vom Skiclub Lenzerheide-Valbella kurz nach dem Rennen.

Die Pause zwischen den Läufen wäre eigentlich “die Gelegenheit” für einen Weltcup-Neuling, um nervös zu werden. Nicht so Sandro Simonet. Er, eine “coole Socke”, scheint Nervosität kaum zu kennen. Er wurde nicht nervös, als er vom Cheftrainer für Levi aufgeboten wurde. Er war nicht nervös, als die Abreise nach Levi bevorstand. Er war es nicht am Abend vor dem Rennen und er war es auch nicht vor dem Start zum 1. Lauf. Er war es auch nicht im Starthaus vor dem 2. Lauf. “Nein, da ging es sogar noch besser als vor dem 1. Lauf”, sagt Simonet. Aber kurz kam die Nervosität an diesem besonderen Tag dann doch. “Als ich nach dem ersten Lauf im Ziel war, da bin ich vielleicht etwas nervös geworden.” Verständlich, musste er doch als 24. des Klassements noch 20 Fahrer abwarten, bis die Teilnahme am 2. Lauf fixiert war. Letztlich sollte aber nur Jakobsen schneller sein als der Bündner, dem also nach der Mittagszeit noch 50 Prozent seines Arbeitstages in Finnland bevor standen.

Und mit diesen zweiten 50 Prozent war Simonet nicht nur glücklich. “Stimmt. Ich habe kurz vor dem letzten Flachstück noch einen kleinen Fehler gemacht. Aber im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden.” Im Gegensatz zu einigen andern Fahrern habe er sich auf dem oberen Flachstück, welches von Marcel Hirscher als “Märchenwiese” bezeichnet worden ist, wohl gefühlt. Darum habe er in dieser Passage auch im 2. Lauf voll riskiert. “Bei der Einfahrt in den Steilhang habe ich dann Tempo weggenommen und bin etwas taktischer gefahren als noch im 1. Lauf. Ansonsten aber habe ich aber auch im 2. Lauf attackiert.”

Eine Attacke, die sich letztlich auch ausbezahlen sollte. Nicht zuletzt in Form der ersten Weltcup-Punkte. Auf der langen, in mehreren Etappen stattfindenden Rückreise via Lulea und Stockholm in die Schweiz wird Sandro Simonet noch genügend Zeit haben zu realisieren, was ihm da am 13. November gelungen ist. Die Gefahr, dass bei ihm rückwirkend noch so etwas wie Post-Renn-Nervosität aufkommen könnte, ist nicht gegeben.

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